Im Dienste der Spezialkulturen

An ihrer 44. Mitgliederversammlung haben die Mitglieder der Schweizerischen Zentralstelle für Gemüsebau und Spezialkulturen (SZG) Kenntnis genommen von der Stabilität und Kontinuität des Vereines und den Vorstand neu besetzt. Dank einer neuen Webseite wird künftig die Eingabe von Forschungsanliegen und Kostenkalkulationen auch online zugänglich.

Die Unabhängigkeit, die Kompetenz und die Integrität der SZG seien heute breit anerkannt, stellte Präsident Markus Leumann am 28. April in Bern fest. Als Beispiele nannte er die Verlängerung des Dienstleistungsvertrages mit dem BLW zur Datenerhebung Gemüse-, Schnittblumen- und Kartoffelanbau für die Jahre 2018-21 oder die Zusage der 17 Mitgliedskantone, die Grunddaten für den Mitgliederbeitragsschlüssel und damit das Beitragsvolumen unverändert bis 2021 zu verlängern. Weiter habe sich die EDV-Lösung zur Erhebung von Marktdaten - MDP genannt - etabliert. Erstmals überhaupt werden bis 2018 alle Meldestellen mit demselben EDV-Programm die Marktdaten bei der Produktion erheben. Dies bringt eine Reduktion des administrativen Aufwandes auf Stufe Produktion und Meldestelle sowie eine höhere Datenqualität generell mit sich. Die Daten werden im Auftrag von Bund und den Kantonen erhoben und sind Grundlage für die meisten weiterführenden Statistiken im Schweizer Gemüsebau. Sie werden jährlich unter dem Titel «ProfiReports» publiziert.
Andreas Rüsch, Leiter Fachstellen Dienstleistungen und Leiter Fachbereich Spezialkulturen am Strickhof sowie Präsident Beratungsforum Schweiz, wurde in den SZG-Vorstand gewählt. Er ersetzt den im Februar verstorbenen Hans Kling.
Um sich auf künftige Herausforderungen vorzubereiten überprüft die SZG derzeit ihre Vereinsstrategie. Sie will sich als Dienstleister für Marktdaten und Betriebswirtschaft in den Spezialkulturen positionieren und ist offen für neue Zusammenarbeitsformen. Die neue Ausrichtung wird von den Mitgliedern getragen.

Forumsprozess automatisiert
Im Zuge der Aufschaltung einer neuen, Smartphone-tauglichen Website hat die SZG im Auftrag des Forum Forschung Gemüse die Eingabemaske für den Forumsprozess via Web verfügbar gemacht und auf Prozesse von Agroscope ausgerichtet. Ab sofort und bis zum 1. September können gemüsebauliche Forschungsanliegen online via www.ffg.szg.ch eingegeben werden.

Neue ProfiCost-Version im September
Dank einer Anschubfinanzierung vom BLW und der vorbildlichen Zusammenarbeit mit den Fachstellen, der Forschung und dem VSGP konnte die SZG das betriebswirtschaftliche Knowhow in der Branche ausbauen. Beispiele davon sind die jährliche «Unternehmertagung Gemüse Schweiz» und die Lancierung eines überarbeiteten und erstmals auch webbasierten Vollkosten-Berechnungstools «ProfiCost» im September 2017.
Nadja El Benni, Leiterin Strategischer Forschungsbereich Wettbewerbsfähigkeit und Systemberatung von Agroscope, zeigte in ihrem Gastbeitrag auf, wo ihr Forschungsbereich zu einem wettbewerbsfähigen Schweizer Gemüsebau beitragen wolle.

Für Rückfragen: Rolf Matter, Geschäftsführer SZG, 079 692 17 89